Biography

Mit zweieinhalb Jahren stellten mich meine Eltern das erste Mal auf zwei Bretteln. Ich rutschte zwar nur den kleinen Hügel hinunter; - doch anfangs ohne Erfolg. Beim zweiten Versuch mit dreieinhalb Jahren entdeckte ich die Freude am Schifahren und war nicht mehr zu bremsen. Auch meine Schwester war ein begeisterter “Pistenflitzer”, und so wurden die Rennen an den Wochenenden oft zum Familienausflug. Bereits mit fünf Jahren fuhr ich meine ersten Rennen.

Beim Kindercup gewann ich meine ersten Pokale und wurde mit zehn Jahren in die Schihauptschule Schladming aufgenommen. Dadurch wurde das Training immer spezifischer und es galt den Sport und die Schule optimal zu kombinieren. Weiters folgte die Aufnahme in den steirischen Ski-Kader und damit war ich erstmals bei internationalen Rennen am Start. Die Erfolge summierten sich und die Laufbahn setzte sich in der Schihandelsschule in Schladming fort. Jetzt, im Jugendalter zwischen siebzehn und zwanzig, galt es, sich richtig in Szene zu setzen. Die ersten Erfahrungen bei FIS-Rennen (AF, SG, RSL, SL) wurden gesammelt.

Leider ging nicht immer alles reibungslos und die erste komplizierte Verletzung im Fersenbein hatte eine Operation zur Folge, was einen Ausfall für die ganze Saison und teilweise mühsames Wiederaufbautraining mit sich brachte. Im Jahr darauf wurde eine erneute Operation notwendig. Der Weg zurück wurde immer schwieriger, doch war es für mich kein Thema das Schifahren zu beenden. Während der Verletzungs- und Trainingspause absolvierte ich den HAK-Aufbaulehrgang in Bad Aussee und maturierte 1992.

Meine Gesundheit stand immer im Vordergrund und musste daher erstmals dem Leistungssport den Rücken kehren. Eine weitere Ausbildung begleitete meine Laufbahn. Mit knapp zwanzig Jahren legte ich die staatliche Diplomskilehrerprüfung ab und begann im Bundessportheim in Obertraun zu arbeiten.

Dort lernte ich meine erste Synchro-Ski-Partnerin Gabi Pilz kennen. Ein neuer Trainingsabschnitt begann und errangen erste Erfolge im Weltcup. Sieben Jahre lang waren Gabi und ich ein Team und durften neben dem Tiefschneeweltmeistertitel 1999 auch weitere Erfolge im Synchro-Ski Weltcup feiern. Als Gabi ihre Karriere beendete setzte sich ein neues Team zusammen. Mit meiner neuen “Powder-Partnerin” Michèle Misteli aus der Schweiz zeigten wir der Damenkonkurrenz gleich, dass der Weg zum Sieg nur über uns führte und feierten die ersten Synchro-Ski Weltcupsiege in der Schweiz. Doch eine Verletzung im Knie blockierte kurzfristig unser WM-Ziel. Eine rasche Genesung machte eine Teilnahme möglich und durften uns im Jahr 2002 erneut als Tiefschneeweltmeisterinnen krönen.
Bei meiner letzten Teilnahme, bei den Weltmeisterschaften 2004 in Kanada, platzierte ich mich mit Lenka Erny auf Platz zwei.

Eine größere Operation im Sprunggelenk kündigte sich in der letzten Wettkampfsaison an. Das Ausmaß war nicht vorhersehbar und zwang mich im Oktober 2007 meine aktive Karriere zu beenden.